1438: Der erste bekannte große Brand brach 1438 über Buchholz herein, eine riesige Katastrophe. Das Dorf lag zu jener Zeit im Nordwestteil des jetzigen Ortes, um "Bölken" Reßmanns Scheune herum, die Hofstellen enger zusammengerückt gegen Überfälle, zwecks gegenseitiger Hilfeleistung.
Durch den Großbrand wurde das Dorf gänzlich zerstört. 100 Jahre haben die Vorfahren gebraucht, um das Dorf wieder aufzubauen und zwar so, wie die Hofstellen bis heute erhalten sind.
1893: Im sehr heißen und trockenen Sommer 1893 brannte zunächst am Tage "Kauers-Hof" (Sander, früher H. Völker) nieder. Das Feuer sprang hinüber zu "Jakobs-Hof" (W. Völker), der ebenfalls ein Opfer der Flammen wurde.
1913: 10. Mai 1913, Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz Aller.
Wie sich die Geburt vollzogen hat, ist nicht bekannt. Ob "von oben" erwünscht, empfohlen, ob von den Mitgliedern des ehemaligen Gesangvereins – dieselben Mitglieder, die später die Freiwillige Feuerwehr bilden - oder von einigen "Wenigen" gewollt, das übliche Gründungsprotokoll, das Auskunft geben könnte, o.ä. fehlt.
1. Hauptmann war laut Satzung William Pleße sen., sein Stellvertreter Harry Bäßmann.
1913 erhielt die Wehr eine Handdruckspritze, die von Pferden gezogen wurde.
Als man 1913 die Spritze kaufte, war schon eine gleiche Spritze vorhanden. Der Beweis dafür, das es schon vor 1913 zumindest eine Pflichtfeuerwehr in Buchholz gegeben
1920: 1920 brannte das strohgedeckte Gehöft (Wohn-und Stallgebäude) des Bauern Heinrich Reßmann ("Bölkenhof") bis auf die Grundmauer nieder. Das ging so schnell, das Feuerwehrmänner Mühe hatten, die kranke Großmutter mit ihrem Bett durch ein Fenster herauszubringen. Auf dem Nachbargrundstück ("Hopmanns-Hus/ J. Backhaus) brannte der Schafstall ab, andere benachbarte und gefährdete Gebäude auf beiden Höfen konnten gehalten werden. Das Löschwasser musste aus den Notkuhlen entnommen werden, aus "Bölken-" bzw. "Wiechmanns-Kuhle (am Schulweg) sowie aus "Volbers-Kuhle". Das Wasser reichte. Beide Kuhlen gibt es heute nicht mehr.
Mitte 1920er: Harry Bäßmann wird 1. Hauptmann der Feuerwehr Buchholz Aller.
1925: Mitten in den Vorbereitungen zum 15jährigen Bestehen des Schützenvereins Buchholz Aller brach ein recht umfangreicher Brand im Lister aus. Am Sonnabend vor dem Schützenfest mussten die Männer zum Löscheinsatz ins Lister. Am Dienstag brach das Feuer erneut aus. Etwa 1500 Morgen Wald wurden durch das Feuer vernichtet. Es traf den Marklendorfer Wald, den Buchholzer Wald („Neuen Graben“, das „Südhorn“, die "Fuchslöcher“, und einen Teil des „Hägesand“) sowie den Lindwedeler Wald.
1926: Am 12. Januar 1926 brannte es im Dorf. Der Dachstuhl des Hauses Ludwig Strathmann ( jetzt H. Schmidt) an der Celler Straße brannte nieder. Es gab erhebliche Wasserschäden.
Im Jahr 1926 wurden 54 Joppen beschafft, die von den Feuerwehrmännern bezahlt werden mussten. Stückpreis 17,50 Mark. Ferner wurden 4 Übungsordnungen bezogen. Diese enthielten allgemeine Anordnungen, die bei Übungen zu beachten waren.
1928: Auch kurz vor dem Feuerwehrfest 1928 brannte es im Lister. Zum Fest anlässlich des 15jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz war auf dem Hof des Gastwirts Heinrich Plesse ein Zelt aufgebaut. Dort feierte man das Fest mit befreundeten Wehren der Umgebung.
1934: Immer am Samstag nach Ostern fand auf dem Saale des Gastwirts Plesse ein Konzert statt, im Anschluss dann ein Vergnügen, wozu die Ostenholzer Musikanten wie üblich aufspielten. Des Nachts gegen zwei Uhr schlugen plötzlich Flammen aus der gegenüberliegenden Scheune, die mit gelagertem Stroh lichterloh brannte. Die Feuerwehr war sehr schnell zur Stelle, so dass die benachbarten Gebäude – Stall und Saal – gerettet werden konnten.
1945: Wenige Tage vor dem Einmarsch englischer Truppen erschütterte eine furchtbare Explosionskatastrophe am 05.04.1945 unser Dorf.
Auf einem Abstellgleis des Bahnhofs Buchholz standen zwei Waggons mit Munition. Die englische AirForce hatte damals die Luftüberlegenheit über unserem heimatlichen Raum, sie griffen alle möglichen Ziele an. Ein englischer Jagdbomber griff die beiden Waggons auf dem Abstellgleis an und traf sie. Es erfolgte eine ungeheure Explosion. Das Kolzesche Gehöft – Wohn-, Stallgebäude und Scheune – waren vollkommen zerstört. Oma Kolze
konnte schwer verletzt unter Trümmern geborgen werden, auch eine Vierköpfige Familie, die bei der Familie Kolze untergebracht war.
Der teils zerstörte Schweinestall brannte, die Buchholzer Feuerwehr – einige ältere Buchholzer Bürger – konnte den Brand löschen. Die Dächer im südlichen Teil des Dorfes waren vielfach zerstört bzw. stark beschädigt, teils auch im westlichen Dorf.
Das Bahnhofsgebäude, das etwas abseits gelegen war, wies starke Schäden auf. Wo die beiden Waggons gestanden hatten, befand sich ein mächtiger Krater im Erdboden.
Einen kleineren Waldbrand gab es 1945 in den „Fuchslöchern“ der von englischen Truppen verursacht war. Es wurde kein größerer Schaden angerichtet.
Die bereits 1913 vorhandene Handdruckspritze wird 1945 verkauft.
1946: Heinrich Bäßmann wird zum Ortsbrandmeister gewählt.
1947: Den größten Brand im Lister erlebten - soweit man zurückdenken kann – die Buchholzer am 30. Mai 1947, einem heißen, trockenen Sommertag. Er entstand im Jeverser Wald. Als Ursache hört man oft sagen, ein feuerspukender Lanz-Bulldogg ältester Bauart sei der Unhold gewesen. Der Brand breitete sich mit ungeheurer Gewalt in einem breiten Band (ein Wipfelbrand) nach Westen aus. Es brannten Jeverser und Marklendorfer Forst, die „Bothmersche Heide“, das „Südhorn“, der „Neue Graben“, die „Fuchslöcher“, die „Große Streuheide“, die „Kleine Streuheide“, der „Buchholzer Hägesand“, ein Drittel des „Buchholzer Gehäges“, der "Schwarmstedter Hägesand“, der Esperker Hägesand“ und der angrenzende Lindwedeler Wald. Die Buchholzer Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt zum Torfstechen im Ostenholzer Moor. Die Bothmersche Feuerwehr unter Leitung eines Forstmanns brachte den Brand unter Kontrolle. 5000 Morgen Wald etwa waren vernichtet.
1950: Siegfried Kolze wird zum Ortsbrandmeister gewählt.
1951: Die Wehr erhielt 1951 eine gebrauchte Tragkraftspritze TS 8/8 mit Anhänger (TSA, Fabrikat Fa. Rosenbauer). Diese TS löste die 1913 erworbene Handdruckspritze ab.
1956: Auf dem Grundstück Strei (am „Haigraben“) brannten Holzvorräte. Die Buchholzer Spritze versagte, die Schwarmstedter Wehr sprang helfend ein und konnte das Feuer beschränken und löschen.
Ebenfalls 1956 entstand in „Peets Scheune (Bütehorn, G. Plesse) ein Brand. Da die Tragkraftspritze kaputt war, wurde mit der alten Handdruckspritze gelöscht, es gelang auch.
Im gleichen Jahr wurde die unzuverlässige Tragkraftspritze durch eine fabrikneue TS 8/8 ersetzt. Der bereits vorhandene TSA musste hierfür umgebaut werden.
1957: Kurt Maaß wird zum Ortsbrandmeister gewählt.
1958: An der Autobahn brannte 1958 in der Buchholzer Gemarkung, in Höhe der „Eislohe“, ein britisches Militärfahrzeug, das Benzinkanister geladen hatte. Englische Soldaten warfen die Kanister, teils brennend herunter, so dass neben der Autobahn ein Feuer entstand.
In Buchholz wurde es wahrgenommen und Wasser in Jauchewagen an den Brandherd gefahren. Es gelang, das Feuer einzudämmen und zu löschen, bevor größerer Schaden entstand.
1965: Karl-Heinz Henke wird zum Ortsbrandmeister gewählt.
1967: Am Nachmittag des 20.04.1967 brannte die massive Scheune des Bauern Henry Thies bis auf die Grundmauern nieder. Obwohl die Buchholzer Wehr und auch die Wehren aus Schwarmstedt und Essel sehr schnell zur Stelle waren, war die Scheune nicht zu retten.
Die Wehren konzentrierten sich bei den herrschenden heftigen Wind auf die Sicherung nahestehender Wohnhäuser. Außer dem Brandschaden an der Scheune wurden Futter, Saatgut und Maschinen vernichtet.
1970: Am 08. Februar wird Günther Plesse zum Ortsbrandmeister gewählt. Stellvertreter wird Jürgen Reßmann.
In diesem Jahr erhielt die Wehr Ihr erstes Fahrzeug, einen gebrauchten Ford Transit. Dieser wurde von der Fa. Benecke angekauft, in Eigenleistung zum TSF umgebaut und auch rot lackiert. Die vorhandene TS wurde auf dem Fahrzeug verlastet.
Ab diesem Jahr werden von der Wehr Dienstbücher geführt.
1972: In diesem Jahr taucht unsere heutige Freundschaftswehr Bledeln das erste Mal in unseren Dienstbüchern auf. Und zwar besuchte uns die Wehr am 21. Oktober zu unserem Dienst.
Am 13. November tobte ein Orkan mit unheimlicher Gewalt über userem Dorf, wie er in derartiger Stärke noch nicht erlebt worden war. Der Orkan richtete schwere Schäden an Gebäuden, besonders an Dächern, auf den Höfen und in den Wäldern an. Kein Grundstück blieb ungeschoren. Selbst Eichen auf den Höfen wurden entwurzelt. Häufig waren Wege und Straßen versperrt. Die Feuerwehr war tagelang im Einsatz. Licht- und Strommasten waren umgerissen und zerbrochen, die Leitungen unterbrochen. Kühl- und Melkanlagen konnten ihre Tätigkeit nicht verrichten. Vieles musste notdürftig überbrückt werden.
1973: Am 25. Februar brach auf dem Gehöft von Gerhard Sperber, das etwa 1 km vom Dorf entfernt am Mühlenweg nach Schwarmstedt liegt, ein Brand aus. Das Stallgebäude wurde zum größten Teil vernichtet, auch der Dachstuhl des Wohnhauses wurde ein Opfer der Flammen. An landwirtschaftlichen Geräten wurde ein Mähdrescher und eine Schrotmühle vernichtet. Menschen und Vieh kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Insgesamt belief sich der Sachschaden auf ca. 150 000 Mark.
1975: Dieter Göring wird stellvertretender Ortsbrandmeister.
1976: Im Rahmen des Tages der offenen Tür der Feuerwehr Buchholz wurde am 17. Oktober 1976 ein LF8 auf Mercedes Benz in Dienst gestellt.
Dieses Fahrzeug wurde gebraucht von der Stadtfeuerwehr Hannover erworben und hatte neben der eingeschobenen TS 8/8 eine Vorbaupumpe.
Ebenfalls 1976 wurde die Feuerwehr Buchholz mit einem 4m Funksprechgerät und mit Atemschutzgeräten ausgestattet.
1979: Nachts brannte die Scheune von Friedrich Reßmann gänzlich nieder.
1981: Dieter Göring wird zum Ortsbrandmeister gewählt. Stellvertreter wird Jürgen Spieß.
1983: Am 20. Februar, einem Sonntagnachmittag, brannte das Wohnhaus der Familie Pflüger aus. Das Gebäude war gerade fertiggestellt und bezogen worden.
Im Jahr 1983 brannte es mehrfach im Wochenendgebiet (5 Häuser).
Die Häuser gingen rasend schnell in Flammen auf.
1984: Die 1913 beschaffte Handdruckspritze wird von den Männern der Wehr im mehreren 100 Arbeitsstunden instandgesetzt und hat heute einen besonderen Platz im Gerätehaus. Nur zu besonderen Anlässen wird sie vorgezeigt.
Die Samtgemeindewettbewerbe finden in Buchholz statt. Der Gastgeber zeigt die beste Leistung und belegt den ersten Platz.
1985: Das LF 8 wird in Ruhestand geschickt. Ein neues TSF auf Basis Volkswagen LT trat am 28. September an seine Stelle.
1987: Uwe Heinsius wird zum Ortsbrandmeister gewählt. Jürgen Spieß bleibt weiter Stellvertreter.
Die Samtgemeindewettbewerbe in Marklendorf beendet die Feuerwehr Buchholz mit dem 1. Platz.
Am 10. September 1987, ein Donnerstagmorgen, brannte das Wirtschaftsgebäude des Bauern Axel Bäßmann trotz des Einsatzes der Feuerwehren Buchholz, Schwarmstedt und Essel bis auf die
Grundmauern nieder. In der Maschinenhalle verbrannten u.a. ein MB-Trac, eine große Zugmaschine, ein Anhänger, eine Trockenvorrichtung, Förderbänder, eine Werkstatteinrichtung sowie Getreide und Kartoffeln.
1988: Die Samtgemeindewettbewerbe in Bothmer werden wieder erfolgreich mit dem 1. Platz beendet.
Die Feuerwehr Buchholz feiert mit einem Kommerz und einem Festakt im Park unter den Eichen der Gastwirtschaft Heinsius am 03. und 04. September ihr 75jähriges Jubiläum.
Fortsetzung folgt.